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Internationales Treffen in Haus Germete

Im Rahmen einer Fortbildung besuchten Schwestern aus Brasilien, Bolivien und Angola das Mutterhaus des Herz-Jesu-Institutes Serviam

Nach 18-monatiger Vorbereitung durch die Institutsleiterin Schwester Rose trafen am 19.07.2018 16 überwiegend jüngere Schwestern aus Übersee im Haus der Gemeinschaft in Germete ein, um an einer zweiwöchigen Fortbildung mit den Schwerpunkten Kirchengeschichte und Geschichte des Herz-Jesu-Institutes Serviam im Kontext der Weltgeschichte teilzunehmen. Es sollten auch die Orte erkundet werden, an denen der Gründer des Institutes, Pastor Wilhelm Meyer, gelebt und gewirkt hat.

Das vierzehntägige Programm wurde mit einem von Weihbischof Matthias König zelebrierten Gottesdienst eröffnet. Als Referenten führten anerkannte Theologen die Teilnehmerinnen in die letzten zwei Jahrhunderte der deutschen Geschichte und vor allem in die Geschichte der deutschen katholischen Kirche nach dem zweiten Vatikanischen Konzil (1965) ein.

Es folgten Exkursionen „auf den Spuren des Gründers“: vom Geburtsort Peine im Bistum Hildesheim über Dortmund zur Stätte der Gründung des Instituts in Unna-Königsborn. Wichtiger Programmpunkt der Zusammenkunft war auch der „Tag der Urlaubermissionare und Ordensleute“ beim Liborifest in Paderborn.

Eindrucksvoll war ein Abend, zu dem Gäste aus Germete und Umgebung eingeladen waren. Die Schwestern aus Übersee hatten ein buntes Unterhaltungs-Programm zusammengestellt. Mit Liedern und Tänzen aus Brasilien, Bolivien und Angola zeigten sie Farbenfreude und südländisches Temperament. Eine Überraschung für alle Gäste war das Angebot von köstlichen Speisen und Getränken, wie sie in der Heimat der Schwestern üblich sind.

Seit 1938 sind Schwestern des Herz-Jesu-Institutes in Brasilien tätig. 1978 wurden zwei Schwestern aus Brasilien nach Bolivien entsandt; 1981 folgte ihnen eine Schwester aus Deutschland. Seit 2010 hat die Gemeinschaft ein missionarisches Projekt in Angola.

Über ihren Aufenthalt in Deutschland äußerten sich die teilnehmenden Schwestern froh und dankbar. Sie haben sich sehr gefreut, ihre deutschen Mitschwestern kennen zu lernen, mit denen sie sich trotz der Sprachbarriere sehr gut verstanden haben. Sehr beeindruckend war es für sie, die Anfangsorte der Geschichte des Herz-Jesu-Institutes Serviam kennen zu lernen. Verwundert indes waren sie über die nahezu „leeren“ Kirchen bei Gottesdiensten. Dort, wo sie leben und arbeiten, ist das anders: in vollen Kirchen sind auch viele Gläubige an der Gestaltung der Gottesdienste beteiligt.

Inzwischen sind alle Teilnehmerinnen des Bildungstreffens wieder zurück an ihren Einsatzorten. Schon bald beginnen die Planungen für das 100-jährige Bestehen der Gemeinschaft Herz-Jesu-Institut Serviam im Jahr 2022.